Meine 3DDD-Bilder Sammlung
Stereoskopisches
Sehen, auch räumliches Sehen oder Stereopsis genannt,
ermöglicht bei beidäugiger Betrachtung echte Tiefenwahrnehmung
und vermittelt dadurch eine echte räumliche Wirkung.
Dass die Menschen räumlich sehen können, verdanken sie im Wesentlichen
zwei Dingen:
Sie besitzen zwei Augen mit koordinierter
Muskelsteuerung.
Das Sehzentrum des menschlichen Gehirns verarbeitet die gewonnenen Bilder
und modelliert sie räumlich.
Um das Konzept des stereoskopischen Sehens zu verstehen, muss man sich die
Tatsache bewusst machen,
dass jedes Auge beim Betrachten eines Objektes einen geringfügig anderen
Winkel zum Objekt einnimmt:
Je weiter entfernt man schaut, desto eher sind die Augäpfel parallel
ausgerichtet.
Betrachtet man dagegen sehr nahe Objekte, muss man seine Augäpfel nach
innen, zur Nase hin, verdrehen (Konvergenz).
Diese naturgegebene Bewegung der Augen nimmt man normalerweise nicht bewusst
wahr.
Durch frühkindliche Lernprozesse und Erfahrung gewöhnt man sich
daran,
dass die Augen automatisch den Punkt fokussieren, den man gerade betrachtet.
Viele optische Täuschungen leben davon, dass das Gehirn erfahrungsbasiert
arbeitet
und man dadurch verwirrt werden kann, dass etwas nicht so erscheint, wie
man es gewohnt ist.
Den Automatismus des Gehirns kann man willkürlich außer Kraft
setzen.
Den meisten Menschen ist das bewusste Schielen bekannt,
ebenso das entspannte Hindurchschauen durch Objekte oder Personen,
um die Augen in der imaginären Unendlichkeit ausruhen zu lassen.
Genau diese beiden Methoden der bewussten Augensteuerung kann der Mensch
sich zunutze machen,
um Stereobilder ohne jedes Hilfsmittel zu betrachten.
Anaglyphen Bilder
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Stereoskopische Bilder
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Stereo Video
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Stereogramme
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Der Kreuzblick
Der Kreuzblick (im englischen
auch Crossview genannt) ist die bewusste Anwendung des Konvergenzmechanismus,
um aus den beiden Teilbildern ein räumliches Bild (Stereobild) sichtbar
zu machen.
Tatsächlich verwenden wir den Kreuzblick immer dann, wenn wir relativ
nah fokussieren,
etwa beim Lesen: Haben wir ein Buch oder die Tageszeitung vor der Nase, würde
jemand, der uns gegenüber sitzt,
den Eindruck haben, dass wir gerade schielen. Dieser Eindruck hat jedoch
mit der eigentlichen Schielerkrankung nichts zu tun.
Beim Einüben des Kreuzblickes geht
es also nur darum, dem Gehirn durch Übung (Erfahrung schaffen) klar
zu machen,
dass es in Ordnung ist, was wir zunächst verschwommen sehen. Wir haben
ja lediglich den Schärfepunkt verlagert.
Wer also in der Lage ist, Dinge in 20-60
cm Entfernung scharf zu sehen,
der hat alle physiologischen Voraussetzungen für die bewusste Anwendung
des Kreuzblickes.
Beim Schielen entsteht zwischen den beiden Bildern ein virtuelles drittes
Bild, das den gewünschten räumlichen Eindruck bietet. Empfohlener
Betrachtungsabstand bei unten stehendem Beispiel ca. 70 cm.
Eine Kurz- oder Weitsichtigkeit stellt
keine Beeinträchtigung der Fähigkeit zum Kreuzblick dar,
sofern eine Brille die Sehschärfe korrigiert.
Allerdings führt diese Methode relativ schnell zur Ermüdung der
Augen.
Zudem interpretiert das Gehirn das Bild aufgrund des nahen Kreuzungspunktes
als sehr klein.
Mit dem Kreuzblick lassen sich auch die
Rätsel mit den 8 Unterschieden zwischen zwei Bildern lösen.
Farbunterschiede fallen nicht so stark auf, da das gesamte
räumliche Sehen auf Formen basiert.
Der Parallelblick
Beim Parallelblick verwendet man die andere
der oben erwähnten Sehtechniken, das entspannte Hindurchschauen,
um das räumliche Bild zu produzieren. Auch hier denken viele Leute,
dass sie das nicht können.
Tatsächlich kann es jeder, der in der Lage ist, in unendliche Entfernung
zu schauen.
Wer den Sonnenuntergang am Horizont betrachtet und dabei ein scharfes Bild
sieht,
wer die Sterne des Nachthimmels als kleine scharfe Punkte wahrnimmt, der
hat alle physiologischen Voraussetzungen,
die er für die Anwendung des Parallelblickes braucht.
Hierfür sind aber die Anforderungen
an das Doppelbild höher,
da der Abstand zwischen zwei zu überlagernden Objekten nicht größer
als der Augenabstand des Betrachters sein darf.
Das sind ca. 6−7 cm. Dafür ermüden die Augen bei vielen Menschen
nicht so schnell,
da die beteiligten Muskeln weniger stark angespannt werden.
Zudem interpretiert das Gehirn ein parallel betrachtetes Bild als weiter
entfernt und somit größer.
Der Parallelblick ist daher für Panoramabilder besser geeignet.
Eine Erweiterung des Verfahrens mittels geeigneter Hardware findet unter
anderem
in der 3D-Darstellung virtueller Realität Anwendung.
Störungen
Bei unterschiedlicher Fehlsichtigkeit beider Augen (Anisometropie) kann das
dreidimensionale Sehen ebenfalls gestört sein,
da das Gehirn dadurch Bilder unterschiedlicher Größe (Aniseikonie)
verarbeiten muss.
Eine Brille kann die Fehlsichtigkeit zwar beheben, da ihre Linsen jedoch
einen gewissen Abstand von den Augen selber haben,
wird das Bild im Auge entweder vergrößert (Weitsichtigkeit) oder
verkleinert (Kurzsichtigkeit).
Dies behindert stereoskopisches Sehen besonders dann, wenn beide Augen grobe
Differenzen aufweisen.
In diesem Fall sind Kontaktlinsen einer Brille vorzuziehen.
Schielt eine Person, so ist häufig ebenfalls kein dreidimensionales
Sehen möglich,
da der Seheindruck des schielenden Auges bei den meisten angeborenen, manifesten
Schielerkrankungen unterdrückt wird.
Bei erworbenen Schielerkrankungen ist die Prognose zur Wiedererlangung von
räumlichem Sehen
durch geeignete Behandlungsmaßnahmen (z. B. Schieloperation oder Prismenbrille)
deutlich besser.
Bei der Verwendung lediglich eines Auges – unabhängig davon,
ob nur eines vorhanden ist oder eine Verkümmerung vorliegt (auch „Anophthalmus“
genannt)
oder weil ein Auge wegen eines Schielens vom Sehen ausgeschlossen wird –
ist ein räumliches Sehen ebenfalls unmöglich.
Räumliches Sehen kann zwar in seiner Qualität nicht ersetzt,
sein Fehlen jedoch durch bestimmte Mechanismen kompensiert werden.
-z. B. durch Perspektive, Licht und Schatten, Erfahrungswerte, Bewegung usw.
Aus diesem Grund dürfen auch Einäugige–
oder eben auch andere Personen ohne räumliches Sehen – ein Auto fahren.
Dies hat allerdings auch Grenzen, nämlich dort, wo eine einwandfreie
Stereopsis unerlässlich ist
z. B. bei LKW-, Bus- oder Taxifahrern, Piloten usw.
Das gänzliche Fehlen oder der vollständige Verlust von räumlichem
Sehen wird,
insbesondere im angelsächsischen Sprachraum, auch Stereoblindheit genannt.
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